This Week in Shop Tech (TWiST #19)

Kurz vor dem Wochenende folgt wie immer der kleine Rückblick auf das, was die Welt der Shoptechnologie in dieser Woche bewegt hat.

Dimitri Gatowski von Commerce Plus hat einen lesenswerten Beitrag geschrieben, in dem er der Frage nachgeht, wie eine zeitgemäße E-Commerce-Architektur aussehen könnte. Wie in der Innovationsdiskussion, die wir vor einiger Zeit an dieser Stelle geführt haben, kommt auch er unter anderem zu dem Schluss, dass Standard-Systeme wie Magento, OXID eShop oder Shopware wegen ihres one-size-fits-all-Ansatzes den aktuellen Anforderungen im Handel nur noch bedingt gewachsen sind.

My experience with online stores can be summed up with these examples: usually the online stores serve the same content for everybody, no matter if this is my first visit or if I am a loyal customer for years. The same content for female customer as for male customers. And let’s not forget mobile: most mobile store are just a view on the content and functionality you see when you use a desktop/laptop or tablet. This means I get the same content when I am walking on the street with a coffee to go in one hand and my smartphone in the other as when I’m sitting comfortably on my couch with my tablet. It’s just fitted to the smaller screen size. It feels soulless

Letzte Woche ging mit magekarma.com ein neues Projekt aus der Magento-Community live. Initiiert von Tim Bezhashvyly, der vielen durch seinen polarisierenden Vortrag auf der diesjährigen Meet Magento in Leipzig bekannt sein dürfte, handelt es sich dabei um eine Bewertungsplattform für Magento-Extensions. Der Bewertungsprozess läuft dabei transparent ab, berücksichtigt jedoch auch die Interessen von Modul-Verkäufern:

The reviewer decides by himself which extension to review. Most reviewers are doing Magento development on a daily basis interacting with various 3rd party extensions in the process. Working with a Magento extension is a sort of experience which can result in writing a review. The only limitation is that the reviewer cannot review his own extensions.

Once a review is written it is checked by another MageKarma member. This increases reliability and neutralises inconsistencies.

MageKarma has no intension to bash extension vendors. That’s why each review is first published privately and sent to the extension developer. The developer then has 14 days to react before the review goes live.

Am 22. und 23. September findet die Meet Magento NY statt. Damit erreicht das Konferenzformat, das im Frühjahr 2009 in Leipzig aus der Taufe gehoben wurde, zum ersten Mal US-amerikanischen Boden.

Für die OXID UserGroup stehen zwei neue Termine fest:

4 Gedanken zu „This Week in Shop Tech (TWiST #19)

  1. Alexander Hofmann

    Der Post von Dimitri Gatowski ist definitiv lesenswert, auch wenn man bei dem ein oder anderen Standpunkt anderer Meinung sein kann.

    Für das Problem, dass jedem User seitens des Shopsystems die gleichen Inhalte und Produkte präsentiert werden gibt es schon heute abhilfeschaffende Plug-in Erweiterungen (z.B. Automatische Empfehlungs-Engines, siehe z.B. YOOCHOOSE).
    Auch wenn andere Funktionen (Lokalisierung des Standorts des Onlineshop-Besuchers) heute weitgehend noch Zukunftsmusik sind, so halte ich die Implementierung der von Dimitri Gatowski als fehlend beschriebenen Funktionen auch in die existierende Shop-Architektur (Oxid, Shopware, Seoshop, etc.) über Drittanbieter-Plugins für integrierbar.

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  2. Markus Weber

    Nur logisch, dass sich organisch gewachsene Systeme wie Magento, OXID oder shopware nicht immer während neu erfinden. Stellt sich die Frage, wer ist am Ende Innovationstreiber ist:
    – Der Kunde, weil sich sein Nutzerverhalten so rasend schnell ändert?
    – Der Hersteller, der über neue Features seine Software aufwertet?
    – Die Fachpresse und ihre prominenten (Laut-)Denker, die stetig neue Themen finden müssen, über die wir alle sprechen können?
    Es braucht den Einfluss aus allen Richtungen, die dann auch zu spannenden neuen Lösungen wie SPHERE.IO von commercetools führen.
    Die Grenzen für Innovation sind selten die Systeme. Shops der „Allzweck-Klasse“ lassen sich iaR weiter individualisieren, als viele Kunden am Ende aus Budgetgründen bereit sind. Dann sind Standards der faule Kompromiss. Wenn das magische Dreieck „Dürfen – Können – Machen“ greift, kommen Lösungen heraus, bei denen man schnell daneben tippen kann, mit welchem System sie umgesetzt wurden.

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    1. Alexander Hofmann

      Zustimmung!
      Ergänzenswert wäre hier nur noch die notwendige Analyse des User-Verhaltens:
      Wenn Shopbetreiber eine enge Verbindung (erfolgreiche Feedback-Methoden) zu Ihren Kunden haben und z.B. mittels Tracking-Lösungen (Plug-Ins) Veränderungen im Verhalten (Klick- oder Scrollverhalten) Ihrer Nutzer zeitnah identifizieren können, dann können notwendige Veränderungen der zum Einsatz kommenden E-Commerce-Lösung unmittelbar an die Hersteller herangetragen werden. Wenn dieses veränderten Anfordernungen aus mehreren Richtungen eintreffen, wird wohl versucht werden Weiterentwicklungen zeitnah umgesetzen.
      Exakt! Der Wahl des falschen Shopsystems bzw. besser der unpassenden Verkaufslösung haben wir mehr oder minder den Kampf angesagt!

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    2. Stanislaw Becker

      Ich stimme den Post zu. Besonders der Aspekt „Die Fachpresse und ihre prominenten (Laut-)Denker, die stetig neue Themen finden “ kann nicht zu oft wiederholt werden. Im Projektalltag sind andere Themen wichtiger, als dem neusten Trend hinterher zu laufen.

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