Archiv der Kategorie: Mobile

TWiST #67: Neue Darsteller auf der ShopTech-Bühne

Es ist mal wieder Freitag und damit Zeit, auf die Geschehnisse der letzten Tage zurückzublicken. Da diese kleine, feine Kolumne letzte Woche urlaubsbedingt aussetzen musste, rücken gleich zwei Wochen in den Fokus.

Spannendes tut sich derzeit auf dem Shoptechnologie-Markt. Zwei neue Anbieter sind allem Anschein nach kurz davor, ihre jeweiligen Angebote der Öffentlichkeit vorzustellen. Neben dem Timing ist beiden gemeinsam, dass es sich nicht um gänzlich neu erstellte Lösungen handelt, sondern dass bereits existierende Best-of-Breed-Lösungen gebündelt werden.

Der Intershop– und Demandware-Gründer Stephan Schambach schickt mit Newstore ein solches neues Bündel ins Rennen. In Kombination mit der Backend-/Warenwirtschafts-Lösung GoodsCloud, der Mobile-Web-App-Technologie CouchCommerce sowie dem mobilen Kassensystem OrderBird wird Gerüchten zufolge eine neue Lösung für die Digitalisierung des Handels entstehen. Bedenkt man, dass Demandware und Goodclouds bereits Technologiepartner sind, ist es wahrscheinlich, dass hier ein Bündel geschnürt wird, das Demandware näher an die stationären Händler rücken soll – auf Basis einer hauptsächlich mobil getriebenen Frontend-Technologie (nicht umsonst heißt es wohl daher auf der Newstore-Website derzeit „Your future at NewStore is just a finger tap away…“). Weitere Informationen und Zusammenhänge hat Handelskraft zusammengestellt.

Joscha Krug, Gründer und Geschäftsführer der Agentur marmalade und Thomas Lohner, Geschäftsführer des Hosting-Providers SysEleven werkeln derweil im Hintergrund an ihrer neuen Lösung namens ScaleCommerce. Das soll eine Best-Practice-Lösung sein, die sich vor alle auf die Trennung von Front- und Backend konzentriert:

Die Trennung in zwei Applikations-Teile hat sich im E-Commerce zum Trend entwickelt, ist bisher jedoch nur für die größten Shops mit eigenen Entwicklungsteams realisierbar. ScaleCommerce ermöglicht diese Lösung künftig auch kleineren Shops, in dem nur einzelne Teile des Frontends ausgetauscht werden. Dieser minimalinvasive Ansatz ergänzt bestehende Shopsysteme wie OXID, Shopware und Magento.

Es wird gemunkelt, dass ONGR.IO die technische Basis für das ScaleCommerce-Angebot sein wird. Dabei handelt es sich um das von Lars Jankowfsky initiierte, quelloffene und auf Symfony 2 basierende High-Performance-Frontend, um das es zuletzt etwas ruhiger geworden war.

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TWiST #60: Google stellt neues Bezahlfeature vor

Es ist schon wieder Freitag und damit höchste Zeit, einen Blick auf die letzten paar Tage in der ShopTech-Welt zurückzublicken.

Auf der Google-I/O-Entwicklerkonferenz, die vor einigen Tagen stattfand, wurde unter anderem auch eine neue Payment-Funktionalität namens Hands-Free Payment vorgestellt. Wie der nicht besonders kryptische Name und das zugehörige Video bereits suggerieren, handelt es sich dabei um die Möglichkeit, ohne das direkte Verwenden eines Geräts in einem Geschäft zu bezahlen.

Zusammen mit der Google-Pay-Applikation, die gemeinsam mit der neuen Android-Version ebenfalls vorgestellt wurde, soll Hands-Free Payment den Markt des mobilen Payments erobern, der derzeit unter anderem von Apple Pay gestaltet wird.

Nahezu putzig mutet in diesem Zusammenhang die Markt-Einschätzung der Gesellschaft für Internet und mobiles Bezahlen (GIMB) an, über die deutsche Sparkassen und Banken derzeit versuchen, ein Stück vom Online-Payment-Kuchen abzubekommen. Mit dem Produkt paydirekt (dessen antiquiertes Logo und die nicht vorhandene Website die Werbebranche bereits jetzt schon belustigt) setzt man nach eigenen Angaben auf unaufgeregten Pragmatismus, wo andere bereits den Drops als gelutscht ansehen:

Derzeit fokussiert sich GIMB darauf, aktuelle Zahlungsprobleme zu lösen und die liegen Online. Mobile Payment sei derzeit noch keines. Wenn man den Reality-Check mache, sei das Bezahlen mit dem Handy im Laden noch keine Lebens-Wirklichkeit. Das Mobile Payment kommen wird ist klar – daher wird paydirekt schon heute so entwickelt, das es entsprechend Aufwärtskompatibel ist. Nun steht aber erst einmal der Start der Online-Bezahlplattform im Vordergrund.

 

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ShopTechTalks #3: Responsive Webdesign

In der dritten Ausgabe der ShopTechTalks unterhalte ich mich mit Matthias Lau über das Thema Responsive Webdesign (RWD). Wir beziehen uns unter anderem auf die vorherige Ausgabe über Mobile Commerce und analysieren, ob sich der Dualismus RWD vs. HTML5-Apps tatsächlich so halten lässt oder differenzierter betrachtet werden muss. Matthias skizziert außerdem, wie Händler vorgehen können, um sich dem Thema RWD für den eigenen Onlineshop zu nähern. Weiterhin klären wir, ob es tatsächlich „geile“ RWD-Projekte gibt und ob man mit Wurst reich werden kann.

Der Podcast kann ebenfalls via iTunes abonniert werden, auf Podigee sind weitere Streams und Formate erhältlich.

ShopTechTalks #2: Mobile Commerce

In der zweiten Ausgabe der ShopTechTalks unterhalten sich Kai-Thomas Krause (CouchCommerce GmbH) und Dr. Roman Zenner über das Thema Mobile Commerce. Sie sprechen unter anderem über die Vor- und Nachteile von Responsive Webdesign für den E-Commerce und greifen damit die Diskussion auf, die sich nach der Veröffentlichung von RWD vs. Web-Apps: Gibt es einen Königsweg für Mobile Commerce? in diesem Blog entwickelt hat. Außerdem widmen sie sich dem produktiven Einsatz von HTML5-Web-Apps und diskutieren, ob dem Online-Handel ein Paradigmen-Wechsel von Client-Server-basierter Web-Kommunikation hin zu Single-Page-Applications bevorsteht.

RWD vs. Web-Apps: Gibt es einen Königsweg für Mobile Commerce?

Seit einiger Zeit verfolgen wir die Diskussion rund um Frage, mit welchem Ansatz bzw. welcher Technologie sich mobilfähige Onlineshops am besten umsetzen lassen. Vereinfacht gesagt gibt es auf der einen Seite die Befürworter des Responsive Webdesign (RWD), die den zugrundeliegenden HTML- und CSS-Code so aufbauen, dass die dadurch definierten Frontends für jede denkbare Displaygröße nutzbar und optisch ansprechend sind. Auf der anderen Seite finden sich viele Verfechter von Web-Apps, die HTML 5 in Verbindung mit einem JavaScript-Framework wie Angular.js als den vielversprechenderen Ansatz ansehen. Eine Bestandsaufnahme.

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