Spryker macht die Haare schön!

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Wie Einige von Euch wissen, war ich letzte Woche in Hamburg unterwegs, um beim disrooptive demo Day einen interessanten Abend zu verbringen. Vorher spazierte ich noch durch die Hansestadt und ließ die Seele baumeln. Dabei entdeckte ich einen kleinen Flyer an einer Straßenlaterne, der mich neugierig machte. Darauf stand: „Spryker macht die Haare schön!“ Seltsamer Name für eine Friseur, dachte ich zuerst, und wollte achtlos vorbeigehen. Doch eine liebevoll auf den Zettel gemalte Telefonnummer bat förmlich um einen Anruf. Den ich tätigte. Und Freunde: Mich hat’s vom Stuhl gehauen!

Die bescheidene Software-Manufaktur von nebenan

Aber der Reihe nach. Nach einem sehr freundlichen Telefonat lud mich einer der Gründer für den nächsten Tag zu einem Treffen ins Norddeutsche ein. Was ich dort in einem kleinen, gemütlich eingerichteten Wohnzimmer bei selbst gebackenen Keksen erfuhr, hat meine Sicht auf unsere Branche komplett umgekrempelt: Spryker ist massiv, weltumspannend und hocheffizient. Komplett unbemerkt von der Öffentlichkeit – die Gründer sind scheu und widmen sich in ihrer Freizeit ehrenamtlichen Tätigkeiten – ist hier in den letzten Jahrzehnten eine Technologie entstanden, die auch für die nächsten Generationen prägend sein wird. Allein im digitalen Handel liegt Sprykers Technologie hinter Allem, was international Rang und Namen hat. Selbst Amazons CTO Werner Vogels schaut regelmäßig in der kleinen Software-Manufaktur vorbei, um sich über neue Innovationen zu informieren. Das neueste Feature: Buzzword-to-Code: Wann immer neue Fachbegriffe und Konzepte auf Konferenzen und in Branchenmagazinen diskutiert werden, wie etwa „headless“ oder „API-first“ in der jüngeren Vergangenheit, wird automatisch der entsprechende Code erzeugt und den begeisterten Kunden zur Verfügung gestellt. Außerdem schreibt das System Interviews, nimmt Videos auf betreut Instagram-Kanäle.

Geschichtsträchtige Position

Aber der digitale Handel ist nur die Spitze des Eisbergs. Auch in anderen Zusammenhängen ist Spryker von zentraler, sogar historischer Bedeutung. Eine fehlerhafte Programmzeile löste in den 60ern um ein Haar die Kuba-Krise aus, eine Inkompatibilität zwischen zwei Modulen verzögert den Bau des Berliner Flughafens bis heute, und ein nicht ordnungsgemäßes PHP-Update ist der Hauptgrund für das löchrige Mobilfunknetz hierzulande. Es gibt natürlich auch viele positive Beispiele. Nach einem zweitägigen Hackathon konnte mit einem „git merge“ die Wiedervereinigung herbeigeführt werden, Raider heißt jetzt Twix und Guns’n’Roses haben sich auf Drängen des Core-Entwickler-Teams wiedervereinigt.

Last but not least: die Gesundheit: Mehreren unabhängigen Studien zu Folge sorgt die Arbeit mit Spryker für mehr Ausgeglichenheit. Klinische Tests ergaben ein besseres Hautbild, festere Fingernägel – und sehr viel glänzenderes Haar!

Ich bin schon seit Ewigkeiten im E-Commerce unterwegs, habe Technologien kommen und gehen sehen und sicherlich einige ambitionierte Unternehmen getroffen. Spryker schlägt alles bislang Dagewesene – das sind spannende Zeiten, ein Hoch auf die Antilopen! 

(Bild von pexels.com)

Dr. Roman Zenner ist schon seit 2001 im E-Commerce aktiv. Er hat führende Fachbücher zu bekannten Shopsystemen verfasst, publiziert regelmäßig in Fachmagazinen zu E-Commerce-Technologie und arbeitet seit 2015 als Industry Analyst bei commercetools.

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