ShopTechTalks #54: Mit welchen Strategien und Technologien OTTO sein Digitalgeschäft vorantreibt

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In dieser Ausgabe sprechen wir mit Michael Müller-Wünsch (a.k.a. „MüWü“), seines Zeichens Bereichsvorstand Technology (CIO) bei OTTO. Wir unterhalten uns vor allem darüber, wie dem Hamburger Unternehmen die Transformation vom klassischen Katalogversender zum erfolgreichen Onlinehändler mit zuletzt ausgewiesenen 3,5 Milliarden Euro Umsatz gelungen ist, und welche strategischen und technologischen Entscheidungen dabei eine wichtige Rolle spielen. Michael beschreibt, wie über 1000 Technologen auf dem OTTO-Campus – von Entwicklern über UI-Spezialisten hin zu Data Scientists – täglich die Balance wahren zwischen einer stabilen, skalierbaren Architektur, die die Basis des Tagesgeschäfts darstellen, und neuen Experimenten und Geschäftsmodellen. OTTO setzt dabei auf das Prinzip der „Aligned Autonomy“: Teams sind frei in der Wahl der Technologie, es gibt allerdings einen vierteljährlichen Portfolio-Prozess, in dem die Produktstrategie diskutiert und geplant wird sowie ein technisches Manifest, in dem die architektonischen Grundprinzipien festgelegt sind.

Wir diskutieren außerdem die klassische „Make-or-buy“-Fragestellung, blicken auf den Wert eines aktiven Product-Lifecycle-Managements und sprechen darüber, wie das Unternehmen unter anderem durch den Einsatz von Cloud-Anbietern ­- Michael nennt sie „Hyperscaler“ – mit Tausenden von Page-Impressions pro Sekunde zurechtkommt und es zu Stoßzeiten wie BFCM oder dem Weihnachtsgeschäft auch in den nachgelagerten Prozessen wie Order-Management und Payment keine Flaschenhälse gibt.

Alles in allem ein sehr informatives Gespräch mit jemandem, der als studierter Informatiker und BWLer sowohl die technischen als auch die betriebswirtschaftlichen Aspekte des Digitalgeschäfts kennt und plastisch beleuchtet, wie die erfolgreiche Digitalisierung im Handel in der Praxis funktioniert.

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