K5-Xmas: Eine Deutschlandreise im Namen des E-Commerce

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Wie es in den letzten Jahren schöne Tradition geworden ist, sollte auch 2013 damit enden, nette Leute aus der Commerce-Szene an einem Ort zu versammeln, diese in entspannter Atmosphäre Gedanken austauschen zu lassen und das Jahr auf diese erfreuliche Weise zu beschließen. In diesem Jahr sollte es jedoch nicht bei einem Termin bleiben: ganze sechs Veranstaltungen in der gesamten Republik hatten Jochen Krisch und ich geplant. Das Ziel war, eine Plattform zu bieten, auf der sich vor allem Händler austauschen konnten, ohne dabei gleich Zielscheibe der vertrieblichen Interessen von E-Commerce-Dienstleistern zu werden.

Köln, 28.11.2013

Die Tour begann in heimischen rheinländischen Gefilden im Kölner Brauhaus Pütz. Dort hatten sich ca. 25 Besucher angemeldet, die es sich pünktlich zur vereinbarten Zeit an zwei langen Tischen im Schankraum gemütlich machten und den Köbes samt angeschlossener Küche in Beschlag nahmen. Das Kölsch fand automatisiert den Weg zu den Gästen (in Köln pflegt man dieses gastronomische Abo-Commerce bereits seit jeher) die sich munter unterhielten, ab und zu die Plätze tauschten und so für eine bunte Mischung sorgten.

München, 03.12.2013

Das genaue Kontrastprogramm fand dann ungefähr 600 Kilometer weiter südlich statt. Die Firma STYLIGHT hatte uns freundlicherweise ihr großräumiges Foyer zur Verfügung gestellt, das weihnachtlich geschmückt einen gänzlich anderen Rahmen für unsere Veranstaltung bot. Die Location erlaubte uns, zwei Kurz-Interviews zu präsentieren, anschließend blieb noch genug Zeit – und Raum! – für den Gedankenaustausch der ca. 35 Gäste. Schöne Eindrücke von der Veranstaltung sind auch auf dem STYLIGHT-Blog zu finden.

Stuttgart, 04.12.2013

Das nächste Ziel war Stuttgart. Zwar ist die Hauptstadt Baden-Württembergs eher für größere Infrastrukturprojekte aus Stahl und Beton als für Online-Handel bekannt, dennoch trafen sich ca. 12 E-Commerce-ler im sehr empfehlenswerten afrikanischen Restaurant Madagascar, um sich zwischen in der Kokosnuss-Schale serviertem Mango-Bier, Lamm-Chakalaka und gemischten Zebra-und-Strauß-Tellern auszutauschen.

Frankfurt, 05.12.2013

Neuer Tag, neues Bundesland: in Frankfurt, in dem die ersten Weihnachtstreffen seinerzeit stattfanden, machte auch die K5-Tour Station. Das Lokal namens Klaane Sachsehäuser ist eine traditionelle Apfelwein-Wirtschaft, in der uns ein (fast) eingeborener Frankfurter Wissenswertes über Bembel, Ebbelwoi und “Grie Soß” erzählte. Leider hatten es nur eine Handvoll Leute nach Sachsenhausen geschafft, was vielleicht an der Witterung oder möglicherweise an fortgeschrittenen Nikolausvorbereitungen lag?

Hamburg, 10.12.2013

Knapp eine Woche später führte uns der Terminplan nach Hamburg, einer Stadt, die das Wort “Handel” beinahe im Namen trägt. So war es auch nicht weiter überraschend, dass sich mehr als 35 Gäste bei mama trattoria einfanden. Hier hatten wir einen abgetrennten Bereich, in den permanent italienische Speisen gebracht und auf den Tischen verteilt wurden. Das Selbstbedienungskonzept fand regen Anklang, und zwischen Pizza und Pasta verging die Diskussions-Zeit leider viel zu schnell.

Berlin, 11.12.2013

Das große Finale der K5-Weihnachtstour fand dann einen Tag später in Berlin statt. Und das im Sankt Oberholz, dem Eldorado für gut gestylte, großflächenbebrillte Mac-Aficionados in digitaler Mission. Die für uns reservierten Tische im hinteren Teil der ersten Etage waren schnell mit über 35 Gästen gefüllt und boten auch die Gelegenheit einer schnellen Vorstellungsrunde. Weil sich jeder an der unten gelegenen Bar die eigenen (fair getradeten, cool-designten und spritzig-benannten) Speisen und Getränke organisieren musste, trafen sich immer andere Gesprächspartner und sorgen für eine Atmosphäre, die einem gut gelaunten Bienenstock nicht unähnlich war.

Was war, was kommt?

Ich bin immer noch dabei, meine Eindrücke zu sortieren und mit den Kollegen zu besprechen. Jeder einzelne Event hatte seine Besonderheit, und im besten Fall würden wir – Frankenstein-ähnlich – das Beste zu einem perfekten Ganzen zusammenfügen. In München war die Location für Vorträge und Networking (und Fotografie) perfekt, in Berlin stimmte die Durchmischung, der “Wusel-Faktor” und die After-Show-Party-Möglichkeit, Stuttgart hatte kulinarisch am meisten zu bieten und in Köln gab es die coolste Bedienung.

Generell bedauerlich finde ich die geringe Frauenquote. In Stuttgart und Frankfurt waren überhaupt keine Damen anwesend, in Berlin hielt nur eine (danke, Cornelia!) die Stellung. Das kann und muss besser werden, hier gibt es noch einigen Nachholbedarf.

Solche Abende unter “Jungs” sind dann auch das perfekte Tummelfeld für meinungs- und diskussionsstarke Kollegen aus der Berater-, Dienstleister- und Agentur-Szene. Zwar waren auch zahlreiche Händler unter den Gästen, diese schlugen aber eher leisere Töne an und wollten sich zu ganz konkreten Fragestellungen austauschen: Welche Systeme soll ich verwenden? Wie optimiere ich meine Prozesse? Wo erhalte ich die Finanzierung, um mein Unternehmen auf die nächste Umsatzstufe zu heben? Hier sind also einige thematische Bälle in der Luft, mit denen wir in Zukunft noch besser arbeiten können.

Aus irgendeinem Grund, den ich mittlerweile nicht mehr richtig nachvollziehen kann, habe ich die Tour größtenteils via KfZ absolviert – das hat dazu geführt, dass Fahrer und Fahrzeug mittlerweile mehr als 3.000 Kilometer älter sind. Für mich hat sich dadurch auch der Eindruck verstärkt, zusammen mit Jochen Krisch und den Jungs von Apptus eine Rock-Band auf Kurz-Tournee gewesen zu sein – ein spannender und wiederholungswürdiger Zustand! Mein Dank geht an dieser Stelle dann auch zunächst an die Mitglieder der “Crew” für eine interessante Adventszeit. Vielen Dank auch denjenigen, die ihr Brauhaus, Foyer, Restaurant und Wirtschaft zur Verfügung gestellt haben, und natürlich Danke unseren Gästen! Wir freuen uns auf die Treffs im nächsten Jahr!

(Bild: pexels.com)

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