Schlauer mit und über OXID

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Diese Woche stand ganz im Zeichen des Shop-Systems in Freiburg: Drei Tage lang saß ich mit anderen wackeren E-Commerce-Entwicklern in der offiziell so genannten OXID eShop Zertifizierung Technik Modul 1-3. Mit dem System hatte ich mich seit einiger Zeit zwar bereits intensiver beschäftigt, die Chance, an einem richtig kompetent geführten Rundgang durch das Innenleben von OXID eShop teilzunehmen, wollte ich mir dennoch nicht entgehen lassen.

Tag 1: Das OXID-Universum und alles für den Anwender

Der erste Tag beschäftigte sich vor allem mit der Frage, wie sich der OXID eShop in seiner aktuellen Version 4.5 im Frontend den Kunden präsentiert und wie sich die Funktionalität im Adminbereich pflegen lässt. Letzterem wurde einige Zeit gewidmet und gezeigt, wie ein Shop konfiguriert wird und was es dabei zu beachten gilt. Es gibt zwar sicherlich Spannenderes als eine Rally durch Dropdown-Menüs und Checkboxen, diese hat jedoch vor dem Hintergrund “muss man einfach mal gesehen haben” durchaus seine Berechtigung, gründen sich doch im Projektalltag viele Kundenanfragen darauf, wie welche Dinge im Shop erledigt werden. Begleitet wurde dieser sich primär an Anwender richtende Überblick von einer Vorstellung der OXID eSales AG und einer Diskussion einiger bekannter Referenzen wie fressnapf.deedeka24.de oder strenesse.com. Zum Dessert gab es noch eine Übersicht über das eFire-System, das ich persönlich für das wertvollste Pferd im OXID-Stall halte und zu dem ich separat in den nächsten Tagen noch etwas schreiben werde.

Tag 2: Technik, die begeistert

Am folgenden Tag ging es dann an’s Eingemachte: die IDEs wurden ausgepackt und ein langer Blick auf die Technik von OXIDs CE- und PE-Versionen geworfen. Der Referent Christian Zacharias erläuterte den Prozessablauf und wo was im OXID-Framework zu finden ist, um eigene Funktionen zu implementieren. Klassen wurden vorgestellt, Methoden nachgeforscht und ehe wir uns versahen waren wir mitten in der Modulprogrammierung und Template-Anpassung. Nachdem ich in den vergangenen Jahren intensiv miterlebt habe, wie langwierig und komplex derartige Dinge in Magento sein können, war ich positiv überrascht, wie schnell sich Anpassungen machen und sich in einem Modul verpacken lassen.

Tag 3: Enterprise

Das letzte Drittel der Zertifizierung beschäftige sich mit der Enterprise-Version, die neben einer Multimandantenfähigkeit auch integriertes Caching bietet. Hier wurden typische Anwendungszenarien aus Benutzeransicht besprochen, aber auch der Blick unter die Haube hat nicht gefehlt.

Neben den eigentlichen Vorträgen und praktischen Übungen der drei Tage fand ich es auch interessant, einmal von den Schulungsteilnehmern, die vornehmlich für OXID-Partner arbeiten, etwas aus der Praxis zu hören. Dieser reality check machte unter anderem deutlich: Wie bei jeder Software dieser Komplexität ist auch bei OXID nicht alles rosarot. Ein gutes Beispiel ist der meiner Meinung völlig zurecht kritisierte Admin-Bereich. Sowohl im Bezug auf die Benutzbarkeit als auch auf die technische Anpassbarkeit ist dieser Teil des OXID eShops absolut nicht mehr zeitgemäß und andere Lösungen wie sie beispielsweise Magento und Shopware anbieten, sind ungleich eleganter. Ich habe aber den Eindruck, dass diese kritischen Stimmen durchaus gehört werden und es zeichnen sich diesbezüglich bereits Verbesserungen ab.

Was ich bei den Bundesjugendspielen nie geschafft habe, ist seit gestern Wirklichkeit: Ich habe Urkunden bekommen! Als OXID eShop Certified Engineer CE + EE kann ich nun mein Xing-Profil schmücken und der Dinge harren, die dort kommen. Das mag süffisant klingen, hat aber einen durchaus wahren Kern: Neben diesen Urkunden, einer ganzen Menge Know-How und neuen interessanten Bekanntschaften habe ich auch die Erkenntnis mit nach Hause genommen, dass die Entscheidung, sich nicht komplett und ad infinitum von der Shop-Software mit dem “M” vereinnahmen zu lassen, goldrichtig war. Stay tuned!

(Bild: pexels.com)

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