TWiST #172: Alles hübsch 3-D

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Kinder, wie die Zeit vergeht, schon wieder eine Woche rum. In dieser Ausgabe sprechen wir zunächst über ein Thema, das sich zum heimlichen Champion in diesem Jahr zu mausern scheint: Social Shopping. Martin hat einen Beitrag gefunden, in dem es um eine virtuelle Brillen-Anprobe bei Instagram geht. Die Idee dahinter: mittels Augmented Reality lassen sich Brillenmodelle – ähnlich wie lustige Lama-Öhrchen oder knuddelige Clownsnasen – virtuell auf dem eigenen Gesicht platzieren. Ist die Kombination gefällig, kann man die Brille gleich aus Instagram bestellen.

Denkt man das ein wenig weiter, so könnten bald auch Influencer diese Art von 3-D-Modellen nutzen, um Produkte zu präsentieren, die es möglicherweise physikalisch noch gar nicht gibt – eine Art digitales Proto-Typing sozusagen. Nicht umsonst hat auch Shopify auf der diesjährigen Unite-Konferenz 3-D auf die große Bühne gebracht und will seinen Händlern zukünftig anbieten, einfach 3-D-Modelldaten ihrer Produkte an ihre jeweiligen Kunden auszuliefern, sozusagen nach Bildern, Video und 360°-Ansichten das nächste Ding auf den Produktdetailseiten. A propos Shopify: Dennis Kallerhoff hat in zwei ausführlichen und lesenswerten Artikel das Geschäftsmodell von Shopify genauer unter die Lupe genommen und beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit dem Unterschied zwischen Aggregatoren und Plattformen, der auch Thema dieses Stratechery-Artikels ist (Shopify and the Power of Platforms).

Wir sprechen außerdem über Highsnobiety: Ursprünglich als Blogspot-Seite über Sneaker und Streetwear gestartet, nutzt das Unternehmen rund um Gründer David Fischer nun auch E-Commerce als Monetarisierungskanal. Technisch läuft das Ganze auf commercetools, interessant ist dieses Beispiel aber auch, weil Highsnobiety in diesem Monat bei Instagram Checkout teilnimmt. Wer sich über die Hintergründe informieren möchte, dem sei diese Episode des OMR-Podcasts (Wie das Lifestyle-Magazin sein E-Commerce-Business komplett um Drops aufbaut) empfohlen – der ist zwar nicht technisch ist, aber ganz gut aufzeigt, welche Herausforderungen E-Commerce-Technologie in Zukunft wird meistern müssen.

Zum Schluss sprechen wir kurz über meinen letzten Artikel über den Status Quo von Magento (Magento: Im Migrations- und Enterprise-Dilemma). Hier schreibe ich unter anderem darüber, in welch schwieriger Lage sich die Plattform und die Community befinden – Stichwort Magento-2-Migration, Stichwort Adobe – und welche Möglichkeiten Händler jetzt haben. Auf Twitter entspinnen sich dazu dankenswerterweise schon einige Diskussionen:

Und ganz zum Schluss sei noch der Workshop Agile Testing von und mit Jan Hegewald erwähnt, mit dem wir letztens unser Zalando-Update aufgenommen haben.

(Bild: pixabay)

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